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G.A.S-
station
Schein und Spiegelung, ein Relationspositionsprojekt
Positionen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft
Eröffnung der ersten Runde des Relationspositionsprojekts am 24. November 2017.

Eröffnung : 14.9.2017, 19 Uhr
Ausstellung zur Berlin Art Week: 15.-17.9.2017, jeweils 13-16 Uhr

Ausstellung: 19.-29.9.2017, Di-Fr 14-17 Uhr

Schein und Spiegelung Skulptur, G.A.S-station 2017

Das 8. internationale, spartenübergreifende und themenspezifische Ausstellungsprojekt.

Schein und Spiegelung, ein Relationspositionsprojekt
Positionen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft
Eröffnung der ersten Runde des Relationspositionsprojekts am 14. September 2017.

"Das Ganze ist nicht mehr als die Summe seiner Einzelteile, sondern etwas anderes!"

Das Relationspositionsprojekt bezieht sich auf diese These und soll mit seiner korrespondierenden Thematik Schein und Spiegelung den Zusammenhang zwischen relativen Bezügen und ihren Inter-pretationsmöglichkeiten durch den organisch wachsenden Entstehungsprozess sichtbar machen.

Schon allein das Wort Schein ist mehrdeutig, es kann als Glanz oder Lichtaura aufgefasst werden, aber auch als Trug, Betrug, vordergründig etwas vorzugeben, was sich bei näherer Betrachtung als substanzlos entpuppt. Täuschung, Blendung wird nicht nur im Tierreich als Verführungskunst angewandt, sondern findet gerade in unserer schnelllebigen Kultur und in Zeiten des Überangebotes überaus leichte Beute und ist gang und gäbe.

Spiegelungen faszinieren seit alters den Menschen. Fächerartig öffnet sich hier die Thematik, um nur einige Bedeutungsfacetten anzusprechen: das Sich-im-Spiegel-Erkennen wird biopsychologisch als Zeichen eines Ich-Bewusstseins gedeutet; in physikalischem Sinne ist eine Spiegelfläche ein Reflektor des Lichts; Spiegelung kann man als Mittel zur Reflexion und Erkenntnis auffassen oder darin eine Projektion des Selbst verstehen; betrachtet man sich im Spiegel ist man Beobachter und beobachtetes Objekt zugleich; fungiert der Spiegel oder das Smartphone oft als Durststiller des unermüdlichen Narziss; sieht man in den Spiegel, sieht man das Hinter-einem-Liegende und ist auch ein Blick in die Vergangenheit.

In unserem 8. internationalen, spartenübergreifenden Ausstellungsprojekt wollen wir Beitragende aus Kunst, Wissenschaft und Literatur einladen, diesen Themenkreis in einem wachsenden Prozess über einen Zeitraum von circa einem Jahr aufzufächern.

Eine literarische Skulptur setzt einen Ausgangsimpuls. Das Gedicht, das in den durchscheinenden Platten der Sprachskulptur eingraviert ist, seine Schatten und Reflexionen zeigen sich vieldeutig lesbar und bieten mannigfaltige Ansatzpunkte zum Thema Schein und Spiegelung. Dieser initiale Impuls fordert auf, mit seinem durchscheinenden Charakter Position zu beziehen und eine neue, eigenständige Arbeit zu schaffen.

Spiegel

Ich sehe
was ich kenne.
Ich erkenne
was bekannt.
Ich erinnere
was benannt.

Ich schließe rück -
Ach Substanz!
Ich bin sprachlos,
wenn es keine Worte gibt.
Unerfasst gefasst
im Erleben.
Schein

Scheint reich
Ach leicht!
Scheint erhoben
Ach weit oben!
Scheint genial
ohne Mutter_mal.

Leuchtend hell, das Licht
ohne Schwere
ohne Mühe fern und nah
dort und da
schenkt mir der Schein einen Blick
Ach was!
Gedicht: E. Asenbaum
Schein und Spiegelung Skulptur, G.A.S-station 2017
Schein und Spiegelung Skulptur, G.A.S-station 2017
Fotos: Ina Krauß, G.A.S-station  

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