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G.A.S-station, Tankstelle für Kunst und Impuls, Berlin geleitet von Elisa Asenbaum und Thomas Maximilian Stuck, versteht sich als experimentelles und interdisziplinäres Projekt zur Entwicklung und Entfaltung von künstlerischen und wissenschaftlichen Aspekten. Eine der Intentionen der G.A.S-station ist es, neue Ausstellungs-, Präsentations- und Publikationskonzepte sowie Ideen zur Kunstvermittlung zu entwickeln.

Seit 2008 haben wir uns mit der Entwicklung und Erarbeitung des spartenübergreifenden und themenspezifischen Formats beschäftigt. 2014 haben wir uns einer weiteren Intention der G.A.S-station gewidmet und luden dazu ein, sich von Textauszügen aus einem Schreibprojekt inspirieren zu lassen. Ab Oktober 2015 wurde das Ergebnis präsentiert. 2018-19 beschäftigten wir uns u.a. mit dem Thema Schein/Spiegelung und 2020 mit der thematik Freiheit und Diktatur sowie 11 Jahre Ausstellungszeit und 2021 mit der Thematik Tot in der Kunst.

Kaum etwas wurde so häufig totgesagt und hat sich als so langlebig erwiesen wie die Kunst. Kritik, Markt und nicht zuletzt die Künstlerinnen und Künstler haben das Vergehen der Kunst proklamiert, sich von Traditionen abgesetzt und immer wieder Formen der Auferstehung gefeiert. Unsere Gegenwart demonstriert einerseits ein buntes Nebeneinander von Positionen und Formen, die zueinander oft auch im Widerspruch stehen. Andererseits hat die Corona-Pandemie alle vermeintlich vertrauten künstlerischen Präsentationsaspekte und -formen – auch in Zusammenhang von Produktion, Distribution bis hin zur Wahrnehmung – auf den sprichwörtlichen Kopf gestellt. Wir stecken in einem globalen Lockdown, Kunstorte werden geschlossen und nahezu weltweit steht die Kunst in seiner ganzen Vielfalt still. Kunst verlagert sich in den virtuellen Raum. Das Ambiente, der Umraum fällt weg. Gemeinsame Atmosphäre wird zur individuellen Homesphäre. Wir stecken mitten in Umstrukturierungsprozessen, deren zukünftige Bedeutung noch nicht abschätzbar ist. Die Welle ins Virtuelle schwappt. Wird es einen Flashback geben oder sind die gemeinsamen kulturellen Momente passé?

Überdies stehen wir mit der Ausschreibungsthematik in einer immer wiederkehrenden Tradition. Die Künstlerbewegung Dada – ausgehend von Zürich, verkündete in Berlin mit ihrem provokanten Manifest den Tod der damaligen traditionellen Kunst schon vor 100 Jahren. Aber welche Kunst ist tot? Ist sie überhaupt tot zu kriegen? Oder verschieben sich nur die Gewichtungen und wird etwas systemrelevant, weil es tot ist? Und wer oder was und welche Form bestimmen über das Überleben?

Weitere Informationen zu zukünftigen Ausschreibungen und Projekten folgen laufend und werden hier veröffentlicht.

Ab 8. April 2022 Archiv II und aktuelle Inpulse sowie das interaktive Projekt POST:Bot:In

Archiv II - mit Arbeiten von:
Thomas Born, Käthe Schönle, Hans Klestofer, Yikui (Coy) Gu, Marko Zink, Michaela Göltl, Thomas Maximilian Stuck (tms, Tomax), Elisa Asenbaum, Draga Jovanovic, Christiane Spatt.

POST:Bot:In - mit Einsendungen von:
Albert Markert, Klaus Fezer, Kornelia Hoffmann, Udo Brüning, Gisela und Hans-Gerhard Templin, Boris Nieslony, Viola Wandsey, Ilse Kilic, Anna-Maria Kursawe, Wolfgang Hille, Anne-Theresa Wittmann, Stephan Groß, Paul Kroker, Dietmar Paetzold, Isolde Gorsboth, Ulrich Gorsboth, Anne Sommer-Meyer, Peter Warum | Rum, Tobias Schnotale, Patricia Brooks, Wolfgang Grossmann, Susanne Helmes, Michel Meyer, Martin Wilhelm, Manuela Beyer-Bunk, Marion Steinfellner, Herbert J. Wimmer, Gisela Weimann, Gudrum Fischer-Bomert, Christiane Spatt.

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Ansprechpartner in Berlin: Thomas STUCK, Fon: 030 25 966 036 Mob: 0160 995 78 158
mail: info@2gas-station.net

Ansprechpartnerin in Wien: Elisa ASENBAUM, Fon: 0043 1 533 56 77
mail: elisa@2gas-station.net

 

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